Machtmissbrauch

Diversität ist heute in vielen Kunst- und Kulturinstitutionen zur Standardformel geworden. Sie taucht in Leitbildern auf, in Förderkriterien, in Jurysitzungen und Programmtexten. Diversität gilt als Wert, als Haltung, als Selbstverständlichkeit. Gleichzeitig fehlen oft genau dort, wo Diversität beschworen wird, die strukturellen Voraussetzungen für echte Mitbestimmung, für Machtverschiebung, für nachhaltige Veränderung.
Seit dem 1. Juli 2025 sind Präventionskonzepte gegen Machtmissbrauch in manchen Fällen verpflichtend. Gemeinsam mit Heidi Fuchs (vera*) und Mag.a Sandra Konstatzky (Gleichbehandlungsanwaltschaft) sprechen wir darüber, was bei der Erstellung solcher Konzepte zu bedenken ist, welche Unterstützungsangebote es gibt und warum Prävention als Prozess in der eigenen Organisation verankert werden soll. Ergänzend teilt Cornelia Böhnisch, künstlerische Leitung und Choreografin im Toihaus Theater Salzburg, ihre Erkenntnisse aus der Praxis.